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Mobile In-Game-Advertising

Allgemein, Games 27. Februar 2013 By

Was ist „In-Game-Advertising“?

Unter In-Game-Advertising bzw. In-Game-Werbung versteht man die Einblendung und geschickt verpackte Botschaft von Werbemitteln in Computerspielen. Diese Form der Vermarktung wird bereits seit den frühesten Tagen der Computerspiele-Industrie betrieben, damals ausschließlich in Form von Werbebannern.
Heutzutage strotzen viele Games von Markennamen, Kooperationspartnern und Logos der Spiele-Entwickler – die besten Beispiele wären in diesem Fall vornehmlich Sportspiele, wie man an unserer Teaser-Grafik erkennen kann. Der weltweite Umsatz der Spielindustrie ist dem der Filmindustrie mittlerweile bei weitem überlegen, da klassische Medien nach und nach bei jungen Zielgruppen immer mehr an Bedeutung verlieren.

Die Smartphone- und Tablet Durchdringung zieht mehr und mehr nach sich, dass die In-Game-Advertising, sich hin zu Mobile- in-Game Advertising entwickelt.

Modelle von In-Game-Advertising:

Statisches In-Game-Advertising (kurz „SIGA“):

Bei diesem Modell der In-Game-Werbung werden Marken und Logos von führenden Unternehmen in das Spielgeschehen involviert. Dieser Prozess ist verwandt mit der Herangehensweise des Product-Placements (die sinnvolle Integration der Produktwerbung in das Gameplay) aus Film und Fernsehen.
Ein sehr gelungenes Beispiel hierfür präsentiert „Red Bull“. In dem Computerspiel „Worms 3D“ nimmt der besagte Energy-Drink die Rolle eines Power-Ups ein.



Dynamisches In-Game-Advertising (kurz „DIGA“):

Diese Form der In-Game-Werbung beschreibt den Prozess der temporären dynamischen Werbeeinblendung durch geo- und zeitcodierte Schaltung. Hierbei übernimmt das Computerspiel die Rolle eines Senders, welcher kontinuierlich mit neuen Werbeinhalten angepasst werden kann. Dieser Aspekt verleiht dem Modell die Möglichkeit der Kampagnenfähigkeit: neue Werbebotschaften können flexibel für einen vorher definierten Kampagnenzeitraum implementiert werden. Ein weiterer Vorteil dieses Konzepts ist die zahlenmäßige Erfassung der Effektivität von verschiedenen Werbeflächen – somit kann gemessen werden, an welchen Positionen die geschaltete Werbung mit hoher Wahrscheinlichkeit wahrgenommen werden kann. Dadurch lassen sich unterschiedliche Wertigkeiten der einzelnen Werbeflächen bestimmen und diese zu entsprechenden Preisen an Unternehmen veräußert werden.

Advergames (auch Ad-Games oder Branded Games genannt):

Dieses Verfahren der In-Game-Werbung beschreibt, wie speziell von einem Unternehmen oder einer Marke ein Computerspiel entwickelt wird, welches eine geplante Werbebotschaft an eine vorher definierte Zielgruppe transportieren soll. Die besagte Botschaft oder Marke des Unternehmens tritt nicht zwangsläufig im Spiel selbst auf, sondern präsentiert sich häufig in Intros oder lediglich dem Spielnamen. Das erhoffte Ziel dieses Prozesses ist es durch ein gelungenes Spiel und bspw. den vermittelten Spielspaß ein positives Feedback bei der gewünschten Zielgruppe zu erzeugen und somit die Wahrnehmung des Unternehmens bzw. der Marke zu steigern.
Ein geeignetes Beispiel für diese Form des In-Game-Advertising ist das Mobile Game „Mainzelmännchen“, eine Gemeinschaftsproduktion der ZDF Werbefernsehen GmbH und der plazz entertainment AG.


In-Game-Advertising gewinnt vor allem am amerikanischen Markt zusehends an Popularität. Bringen werbliche Bestandteile in Computerspielen wirklich den erhofften Erfolg? Auffallend ist, dass die Messgröße für den Erfolg von In-Game-Advertising vorwiegend die Erinnerungsquote der Marke ist.

In-Game-Advertising gewinnt aber allein auf Grund der sinkenden Reichweiten der klassischen Medien immer mehr an Bedeutung. Die Zielgruppe der Gamer ist anders als weitläufig vermutet in allen Altersgruppen vertreten. Außerdem sind die Kosten für den Werbetreibenden vergleichsweise gering, wenn man an die Werbepreise im Vorabendprogramm denkt.

Studien zeigen, dass In-Game-Werbung bei Spielen weniger störend empfunden wird, im Gegenteil sie verleiht dem Spiel sogar einen höheren Grad an Realität. Wenn man also darauf achtet, dass sich die Werbung im Spiel an der Realität orientiert, gut ins Spielumfeld integriert und zudem für den Spieler relevant ist, fördert dies enorm das Involvement der Nutzer.
Für den Fall, dass die Spieler Geld für die Games bezahlen, sollte die Werbung aber unbedingt eher dezent gehalten werden. Um eine Akzeptanz beim Spieler zu gewährleisten, ist es nicht ratsam ihn zur Betrachtung der Werbebotschaften zu zwingen. Eine Überladung kann beim Spieler schnell Reaktanz hervorrufen, was sich sowohl auf das Spiel als auch auf die werbenden Marken auswirkt.

Gerade auch für den Markt der mobilen Games für iOS oder Google Play bietet sich In Game Werbung an, um Erlöse mit einer mobilen Gaming App zu erzielen.

Die plazz entertainment AG verfügt über umfassendes Know-how bei der Konzeption und Entwicklung von mobilen Games bis hin zum vermarkten dieser, mit attraktiven Vermarktungsmodellen: vom Freemium-Model bis hin zu Adserver-basierter In-Game Werbung auf mobilen Applikationen.

Informationsquellen:

Bildquellen:


Anja Deichmöller

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